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- 27.8.2010: Kernkraft-Streit: Paradoxe Intervention erforderlich
- 30.6.2010: Erwartet: Grüne u. Linke protestieren
- 27.6.2010: Alles intelligent?
- 13.6.2010: KKW Brunsbüttel und Krümmel: Anfahrbereitschaft wieder herstellen
- 5.6.2010: Diebstahl a la Sozialismus
- 29.5.2010: Intelligenter Energiemix?
- 20.5.2010: Frankreich baut Atomindustrie aus
- 19.5.2010: USA baut neue Kernkraftwerke
- 19.5.2010: DDR lässt grüßen
- 4.5.2010: Garantie widerrufen
Kernkraft-Streit: Paradoxe Intervention erforderlich
27.8.2010 von admin.
Aus meiner langjährigen Tätigkeit im pädagogischen-therapeutischen Komplex ist mir der Begriff “Paradoxe Intervention” vertraut. Sie beinhaltet einen im therapeutischen Kontext entwickelten Vorschlag, der auf den ersten Blick widersprüchlich und auch unsinnig erscheint, aber im Ergebnis ein wahrhaftiges Erlebnis birgt. Genauso würde es sich mit der Drohung der KKW-Betreiber verhalten, einige Betriebe vom Netz zu nehmen. Drohungen entfalten nur dann ihre Wirkung, wenn die Bereitschaft zur Umsetzung vorhanden ist. Daran glauben die angesprochenen Politiker offensichtlich nicht, zumal sie der Überzeugung sind, dass genügend Strom vorhanden ist. Das an einem angekündigten verbindlichen Termin begonnene Herunterfahren aller 22 deutscher Kraftwerke würde die ultimative Klarheit schaffen. Der Wert mancher Dinglichkeit, eines Menschen oder auch eine besondere Erfahrung wird uns leider oft erst nach der Trennung oder dem Verlust klar. Seit 1960 gibt es KKWs in Deutschland und seit den 70er Jahren kämpft die Partei der Grünen dagegen, inzwischen mit zunehmenden Erfolg als möglicher und tatsächlicher Koalitionspartner. KKWs erhalten unsinnige Auflage und werden im administrativen Bereich schikaniert. Außerdem ist (mit Absicht) die Endlagerfrage nicht geklärt. Gleichzeitig bieten sich Chancen, auch für den normalen Bürger, sich eine zusätzliche Einnahmequelle mit der Beteiligung an hochsubventionierten “alternativen Energien” zu beteiligen. Natürlich nutzen auch die vier großen Energieerzeuger diese politischen Vorgaben zu ihren unternehmerischen Vorteil. Kein Stromerzeuger kann es sich mehr leisten, nur auf Atomkraft zu setzen, zumal ihre Laufzeit begrenzt ist und keine neuen Betriebe mehr entstehen dürfen.
Über allem schwebt die politische Drohung gegenüber der Bevölkerung, dass Kernkraftwerke gefährlich sind. Ich bin sicher, viele Bürger trauen der Atomkraft schon deshalb nicht, weil viele Medien seit Jahrzehnten ein negatives Bild zeichnen.
Ein mit einer mehrwöchigen Ankündigung vorausgehendes Abschalten der Kraftwerke könnte den mit einer paradoxen Intervention verbundenen Blick auf die Wahrheit ermöglichen. Der Charme dieses Paradoxon liegt darin, dass die Gegner erreichen, was sie wollen, aber jetzt auch selbst genötigt werden, Erklärungen abzugeben und Auswege zu suchen. Sicherlich ist Strom europaweit vorhanden; er wird zugekauft werden und langfristig gesehen, werden Nachbarländer mit ihren neuen KKW gerne den Strom liefern. Ein Geschäft, das sich rechnet, besonders, wenn der Kunde keine Alternative hat, außer Sonne, Wind und einige überwiegend in die Jahre gekommenen Kohlekraftwerke.Vielleicht werden die energieintensiven Industriebetriebe gleich mit abwandern…
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Erwartet: Grüne u. Linke protestieren
30.6.2010 von admin.
Erwartungsgemäß ergreifen die beiden Parteien die Gelegenheit beim Schopfe, um ihre ruinösen politischen Vorstellungen fortzusetzen. Willkommener Anlaß ist dieses Mal die extreme Ölverschmutzung vor den Küsten Amerikas durch den Untergang einer BP-Ölplattform. Eine willkommene Gelegenheit also, die Ölförderung vor der Friedrichskooger Küste ins Gespräch zu bringen. Da hilft es wenig, dass die schleswig-holsteiner Umweltministerin Julian Rumpf auf die hohen Sicherheitsstandards der Ölförderung auf der Mittelplate vor Friedrichskoog hinweist. Die Landesregierung hätte sich für einen Stopp der Ölförderung im Wattenmeer einsetzen müssen, entgegnen jetzt DIE GRÜNEN.
Jedem Bürger steht die Möglichkeit offen, sich über die Sicherheitsstandards im Wattenmeer zu informieren und wird, da bin ich sicher, beruhigt wieder nach Hause fahren. Jedenfalls ging es mir so. Bisher ist noch kein Tropfen Förderöl ausgetreten! Wie auch: Die Mittelplate ist eine künstliche Insel, die auf einer Wannenkonstruktion aus Beton steht. Das Öl wird in einem hermetisch abgeriegelten Hafen verladen und zahlreiche automatische Schließventile sorgen für zusätzliche Sicherheit. Natürlich gehen die Politikerinnen davon aus, dass sich nur wenige vor Ort oder anders informieren. Deshalb ist Stimmungsmache statt Sachargumentation angesagt: Erschreckend sei, dass die Genehmigungsverlängerung schon vor Monaten erteilt, aber der Bevölkeerung nicht bekannt gegeben worden ist, so Prante (Linke).
Immerhin scheint es den Volksvertreterinen einen ersten Versuch wert, mit dem fehlenden Versicherungsschutz Ängste zu schüren und die technisch hochwertig installierte Anlage zu diskreditieren. Übrigens: Am Land stehen die Tanks zur Aufnahme des geförderten Öls, eine Raffinierie in Hemmingstedt und Industriebetriebe in Brunsbüttel, die mit der Ölförderung und ihren Produkten wirtschaftlich verbunden sind!
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Alles intelligent?
27.6.2010 von admin.
Als “intelligent” gilt zur Zeit alles, was mit der Umstellung der Energieerzeugung durch Wind und Sonne zu tun hat. Zufällig entdecke ich in unserer Regionalzeitung, der Dithmarscher Landeszeitung, zwei Artikel zum Thema. Gleichzeitig erhalte ich die Juni-Ausgabe eines unserer Nachbarn. Hierbei handelt es sich um die Zeitung “Einblick”. Sie wird von der E.on herausgegeben und wendet sich an die Nachbarn des Kernkraftwerkes Brokdorf.
Wo fange ich an? Am besten beim umfangreichsten Presseartikel mit der Überschrift “Branche im Umbruch” und der Unterzeile “Das schlaue Stromnetz kommt”.
Zu lesen ist, dass beim schleswig-holsteinischen Stromnetzbetreiber E.on Woche für Woche hunderte von Anträge der kleinen Stromerzeuger eingehen, die ihren Strom in das Netz einspeisen wollen. Mein Heimatkreis Dithmarschen war schon immer Vorreiter der Windenergie und die einstmals stille Landschaft ist inzwischen bis zur Obergrenze durch Wind- und Solaranlagen industrialisiert. Für den Tourismus soll die Verfremdung der Marschlandschaft nicht schädlich sein; im Gegenteil, Touristen sollen einen Landstrich mit vielen zur Schau gestellten “sauberen” Strom erzeugenden Windenergieanlagen als besonders reizvollen Urlaubsort empfinden. So ähnlich denken auch die ADAC-Campingplatztester. Sterne gibt es für Plätze, auf denen das Brauchwasser wiederverwendet wird und die Einweisung für die Müllsortierungspflicht des Gastes länger als eine viertel Stunde dauert. Für mich als Gast uninteressant bzw. lästig und warum wird der Camper mit solchen betriebsinternen Informationen belästigt und nicht der Pensions- oder Hotelgast? Das nur nebenbei.
Zu den vielen Windmühlen sind noch zahlreiche Photovoltaikanlagen hinzugekommen. Der zuständige Sachbearbeiter berichtet, dass er während der vergangenen fünf Monate 5000 Anträge erhalten habe. Man kann sich leicht vorstellen, was das hohe Aufkommen technisch bedeutet. Bisher gab es aus verständlichen Gründen Großkraftwerke, heute muss der Strom aus jeder entlegenen Ecke des Landes in das Stromnetz eingespeist werden.
Deshalb gab es die zweite Meldung zum Thema: In Meldorf wird das Umspannwerk mit einem Investitionsvolumen von einer Million Euro erweitert. “Ziel dieser Maßnahme ist es, die Aufnahmekapazität für regenerativ erzeugten Strom in der Region weiter zu erhöhen”, sagte ein Vertreter der E.on. In diesem Fall werde die Aufnahmekapazität für den Strom aus Photovoltaik-Anlagen auf 28 Megawatt erhöht, dem weitere 17 kurzfristig folgen würden. Bei der Gelegenheit werde auch die Netzleittechnik auf den neuesten technischen Stand gebracht.
Weil die Stromerzeugung durch Wind und Sonne nicht gleichmäßig möglich ist, werden bis 2020 weitere 20 Milliarden investiert werden müssen, um die nach Menge und Aufkommen erzeugten Energieströme zu steuern. Dazu sollen “intelligente Netze”, sogenannte Smart Grids, entwickelt werden. “So eine Art Elektro-Internet”, schwärmt der frühere E.on-Chef Wulf Bernotat. Dazu gibt es einen neuen digitalen Stromzähler, der offensichtlich viel mehr kann, als nur den Verbrauch zu steuern. Schon in naher Zukunft soll es nicht nur ein denkendes, sondern auch ein intelligentes Stromnetz geben.
Die Besonderheit der politisch favorisierten regenerativen Energie ist ihr schwankendes Aufkommen. Mal ist zu wenig Strom da, mal zu viel. Dann muss er sogar an der Strombörse verschenkt werden. Eigentlich war es ein technischer Fortschritt, bedarfsgerecht, verlässlich und preiswert Strom zu produzieren. Dieses Anliegen ist leider in Vergessenheit geraten. Zum Ausgleich der zu erwartenden Schwankungen bieten sich einmal mehr die Kernkraftwerke an. Und damit bin ich bei der Zeitung für den KKW-Nachbarn. Hier empfiehlt sich die Kernkraft als besonders flexibles Kraftwerk, das Leistungslücken schnell ausgleichen kann. Ohne die zitierte Analyse von Professor Dr. Ing. Alfred Voss gelesen zu haben, weiß ich schon lange vom ehemaligen Chief und Kapitän der Otto Hahn, wie leicht und zuverlässig ein Reaktor regelbar ist. Fazit: Keine Sonne- und Windenergie ohne Kernkraft! Ein weiteres überzeugendes Argument ist die Finanzierung der Photovoltaikanlagen mithilfe der KKW-Gewinne. 20 Jahre bedeuten 40 Milliarden EURO, genau die Subventionshöhe für die Sonnenenergieanlagen, über die noch “verhandelt” wird.
Weiter ist in der Nachbarschaftszeitung zu lesen, dass im finnischen Olkiluoto das zur Zeit weltweit modernste Kraftwerk gebaut wird. Unsere Kraftwerke gehören der Arithmetik nach zur zweiten Generation, das finnische zur Dritten und weltweit entsteht die vierte Generation auf dem Reißbrett. Sie sollen ab 2030 realisiert werden und sehr viel mehr technische Möglichkeiten bieten. Im Gegensatz dazu erscheint unsere Wind- und Sonnenpolitikwie ein teuer bezahlter Irrweg in die energiepolitische Vergangenheit. Das wäre alles noch zu ertragen, wenn wir eine Marktwirtschaft hätten und jeder sich für seinen Stromhersteller entscheiden könnte. Ohne die hohe Subvention wäre das Thema regenerativer Energie dann sehr schnell erledigt.
Natürlich erfordern teuere Stromerzeugungskonzepte Sparsamkeit bei uns Verbrauchern, sonst bleibt noch weniger Geld für den erwünschten Konsum. Dafür wird es dann wieder (günstige) Kredite für energiesparende Einbauten geben.
Während wir auf in der Quantität schwankende Energieerzeuger setzen, wirde der Jahresstromverbrauch bis 2030 jährlich um 2,5 Prozent seigen. Das bedeutet wieder einen Mehrverbrauch an Gas, Öl und Kohle, lassen uns die Vertreter der Kernenergie wissen. Außer in Europa wird die Nuklearstromerzeugung zunehmen, sind sich die Fachleute sicher.
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KKW Brunsbüttel und Krümmel: Anfahrbereitschaft wieder herstellen
13.6.2010 von admin.
Möglicherweise könne der Reaktor in Krümmel noch in diesem Jahre wieder angefahren werden, sagte Ernst Michael Züfle, Geschäftsführer von Vattenfall Europe Nuclear Energy. Das gilt noch nicht für das Brtunsbütteler Kraftwerk. “Hier ist noch einiges zu tun”, teilte Betriebsleiter Knut Frisch mit. Dazu gehören u.a. die weitere Sanierung der Dübel, Stahlbühnen, Schornsteinsanierung und der Umbau der Notstromversorgung. Mit Blick auf den derzeitigen Stand der Arbeiten rechnet das zuständige Ministerium nicht vor einem erneuten Anfahren vor Mitte 2011. Wenn dieser Termin eingehalten werden kann, war das Kernkraftwerk Brunsbüttel vier Jahre vom Netz. Für Vattenfall bedeutet diese lange Phase der Investition bei gleichzeitiger Stilllegung einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe. Tröstlich die Beurteilung des Betriebsleiters: “Wenn wir mit allem fertig sind, ist das Werk technisch wie neu und wäre fit für eine lange Laufzeit”.
Mit anderen Worten, ein erneutes politisch verordnetes Abschalten innerhalb der nächsten acht bis zwölf Jahre wäre wieder mit einem hohen volkswirtschaftlichen Verlust verbunden.
Die Kleinstadt Brunsbüttel muss schon jetzt dringend sparen, weil auch die Gewerbesteuern aus dem Kraftwerk ausbleibt.
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Diebstahl a la Sozialismus
5.6.2010 von admin.
Während hierzulande häufig vom Turbokapitalismus die Rede ist, zeigt die politische Realität den Weg in den Sozialismus. Diese Richtung ist beispielsweise im Umgang mit der Kernenergie zu beobachten. In einem sogenannten “Atomkonsens” wurde das unwiderrufliche Ende deutscher Kernenergie festgeschrieben.
Die verbliebenen Kraftwerke haben 2009 22,6 Prozent der in Deutschland produzierten Energie zum Gesamtaufkommen beigesteuert. Bei der Entstehung der Energiegrundlast, also der Bereitstellung von Strom rund um die Uhr, liegt der Anteil der Atomkraftwerke aber schon bei 45 Prozent.
Inzwischen wurden die Kernkraftwerke Mühlheim-Kärlich, Stade und Obrigheim stillgelegt. Die vor ihrer Laufzeit stillgelegten und inzwischen teilweise rückgebauten Anlagen bedeuten für unsere Volkswirtschaft Milliarden Verluste. Einmal wegen des vorzeitigen Abbruchs und damit Beendigung der wirtschaftlich möglichen Nutzungsdauer und zum anderen dadurch, dass Strom zugekauft werden muß oder alte Kohlekraftwerke vermehrt für die Stromerzeugung genutzt werden. Nicht nur der ausgeuferte Wohlfahrts- und Betreuungsstaat ist eine gigantische Geldverbrennungsmaschine, sondern auch unsere Energiepolitik, für deren ideologische Fixierung wir Verbraucher bezahlen müssen und noch bezahlen werden. Nicht nur mit höheren Strompreisen, sondern auch mit sinkenden Einkommen.
Jetzt ist aus Politikerkreisen zu hören, dass eine Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke beschlossen werden soll. Gedacht ist an 8-12 Jahren, aber nicht weil technische Gegenbenheiten dieses verlangen, sondern weil die Akteure hoffen, diese Entscheidung ohne Zustimmung des Bundesrates wirksam werden zu lassen. Wie üblich, werden nach veröffentlichten Planungen auch Gegenstimmen laut. Diese befürchten jetzt doch eine Zustimmungspflicht des Bundesrates, in der die jetzige Regierungskoalition aber keine ausreichende Mehrheit mehr hat.
Gefangen in der eigenen Ideologie bleibt den Politikern nun nichts anderes übrig, als den einmal beschriebenen Weg weiterzugehen. Wird er konsequent weiter fortgesetzt, würde es bedeuten, dass in der jetzigen Legislaturperiode voraussichtlich sechs Kraftwerke abgeschaltet werden. Damit würde das irrationale Werk unserer politischen Energiehasardeure dazu führen, dass wir mit den Energiequellen aus dem Mittelalter noch lange leben müssen. Dazu wird Atomstrom importiert werden müssen, voraussichtlich aus Frankreich oder osteuropäischen Staaten, wie Tschechien und Rumänien. Während seit Jahrzehnten die Stimmung gegen den Atomstrom mit allen Mitteln geschürt wird, findet mittlerweile auch niemand etwas dabei, den Kernkraftwerken einen Teil ihrer Gewinne abzunehmen, zum Beispiel in Form einer Brennelementesteuer, um die Alternativen Energien zu fördern oder einfach ein Zubrot für die klammen öffentlichen Haushalte abzuschöpfen.Diese Eingriffe haben eindeutig sozialistische Prägung. Sind die Wiedergänger der roten Kommissare bereits unter uns!
Vergessen sollte nicht, dass es auch verboten ist, neue Kraftwerke zu bauen. Deshalb haben wir nur noch alte Modelle, die dann zynischerweise “Schrottmeiler” genannt werden dürfen.
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Intelligenter Energiemix?
29.5.2010 von admin.
Die Forderung nach einem intelligenten Energiemix ist offensichtlich zu einem geflügelten Wort geworden. In der Regel bleibt außen vor, welche “Mischung” gemeint ist. Betrachten wir die hier in Dithmarschen rasch wachsenden Solarkraftwerke. Um die 12 Mrd.kWh/Jahr eines KKW zu erzeugen, ist eine Fläche von 33000 ha = 330 qkm erforderlich. Zum Vergleich: Deutschland verfügt über eine Landfläche von 360.000 qkm. Wie jeder weiß, scheint die Sonne nur tagsüber und nicht mit gleicher Intensität, so dass lediglich mit 1000 Stunden jährlicher Stromerzeugung gerechnet werden kann. So wie heute auch, bleibt es bei der Notwendigkeit, ein Kraftwerk in ständiger Betriebsbereitschaft zu halten.
Man kann es drehen und wenden wie man will: Der vollständige Ersatz der KKW würde 110 Solarkraftwerke (Leistung je 1400 MW) erfordern, die wiederum von 110 in Reserve laufenden Kraftwerken begleitet werden müssten, um die Zeiten fehlender oder zu geringer Sonneneinstrahlung zu überbrücken.
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Frankreich baut Atomindustrie aus
20.5.2010 von admin.
Auch Frankreich baut seine Atomindustrie aus. Unser Nachbarland besitzt bereits 59 Kraftwerke, die preiswerten Strom erzeugen. So kann es niemand verwundern, dass die französiche Familie 50 Prozent weniger Stromkosten hat als die vergleichbare deutsche Familie.
Sind unsere Nachbarn deshalb verwegene Energie-Hasardeure, die alles aufs Spiel setzen, um mehr Geld für andere Zwecke zur Verfügung zu haben, oder wurde bei uns eine Generation doof herangezogen, die sich der Realität verweigert?
Ergebnis falscher Bildungsinhalte an unseren Schulen und Meinungsmache durch die Medien
Einer aktuellen Umfrage zufolge sind 71 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass die wesentliche Stromversorgung in fünf Jahren durch Solaranlagen erfolgen wird. 66 Prozent wiederum schätzen Windstrom als vorrangigen Energieträger ein. Erwartungsgemäß erwarten nur noch 28 Prozent die Kernkraftwerke in einer bedeutenden Position zur Energieerzeugung. Wie soll das funktionieren, wenn die Sonne nur tagsüber und dann auch nicht immer “ergiebig” scheint und der Wind auch einmal gar nicht oder zu stark weht?
Blicken wir einmal über unsere Grenzen hinaus: Weltweit gibt es zur Zeit 437 KKW, die auf 30 Länder verteilt werden. Die meisten stehen in den USA (104), Frankreich (59) und Japan (54). Ihr Anteil der Energiegewinnung beträgt in der Reihenfolge 20, 76 und 25 Prozent.
Im Dezember 2009 befinden sich 80 KKW im projektiertem Planungs-, bzw. Genehmigungsphasen. Darüberhinaus werden zusätzlich weltweit 130 neue KKW angekündigt.
Von den zehn TOP TEN der KKW werden 6 Plätze mit deutschen KKW belegt, 3 mit US-amerikanischen und eines steht in Litauen.
In Frankreich begleitet ein Polizist auf dem Motorrad den Castor-Transport. Die Bewohner des Wendland und ihre zugereisten Gesinnungsfreunde gefallen sich in einem gewaltbetonten Spektakel. Eigentlich müßte es den Akteuren schon lange peinlich sein, ihre Unwissenheit vor aller Welt zur Schau zu stellen. In Deutschland gibt es alle Informationen über Kernkraft und auch die Möglichkeit, diese zu besichtigen. Trotzdem kursieren immer noch Falschmeldungen, um die Bevölkerung zu verunsichern und dem angestrebten Ziel, eine endgültige Abschaltung der KKW näherzukommen.
International betrachtet sehen wir, die Entwicklung der Kernkraftwerke geht voran, auch ohne uns. Inzwischen gibt es bereits neue Modelle, mit denen wir uns aber gar nicht erst beschäftigen müssen. Wir sind sinnbildlich im übertragenen Sinne beim Automodell der 70er Jahre stehengeblieben.
Uwe Böttjer
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USA baut neue Kernkraftwerke
19.5.2010 von admin.
Innerhalb der nächsten zehn Jahre wollen die USA mindestens sechs neue Kernkraftwerke bauen. Bisher verfügt Amerika über 104 Kraftwerke, die rund 20 Prozent des Stromes erzeugen. Auch in den USA wurde seit 30 Jahren kein neues Kernkraftwerk gebaut. Diese Zeit haben die Kraftwerksbetreiber genutzt, die Wirtschaftlichkeit der Anlagen und ihre Verfügbarkeit zu verbessern. Sie liegen jetzt in der Bewertung fast gleichauf mit Deutschland und Frankreich.
Von den 104 Anlagen haben 59 Kraftwerke eine Laufzeitverlängerung auf 60 Jahre beantragt und erhalten.
Vor dreißig Jahren hat es eine Beinahe-Katastrophe des KKW Three Mile Island in Harrisburg geben. Trotzdem begrüßen fast 60 Prozent der Amerikaner den Nuklearstrom.
Präsident Obama lieferte als Begründung den Bedarf nach neuen Kernkraftwerken mit dem Bedarf der USA, mehr Jobs in sauberen Energien zu schaffen. Außerdem sei der Neueinstieg erforderlich, um die Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen zu verringern und den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen. Außerdem dürften die USA technologisch nicht hinter Atomstaaten wie Frankreich und China zurückfallen. Die US-Kernkraftwerke neuerer Konzeption sollen auch exportiert werden. Schon jetzt ist die Rede von einem transportablen Krafwerkt, dass mit dreißig Jahre Laufzeit verkauft und anschließend wieder “abgeholt” wird. Hiermit wollen die Techniker Entwicklungsländern helfen, eine saubere und preiswerte Energieerzeugung als Grundlage für eine weitere wirtschaftliche Entwicklung liefern.
Dieser Gedanke ist uns vollkommen abhanden gekommen: Technologien sollten allen Menschen das Leben erleichtern und nicht nur einigen wenigen Nationen.
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DDR lässt grüßen
19.5.2010 von admin.
Das Förderprinzip der ehemaligen DDR findet offenbar immer mehr Anhänger.
Dieses lässt sich gut anhand der Spreewald-Gurken erklären. Für Produzenten zahlte der staatliche Konsum 1 Mark je Stück, der Rückkauf der eigenen Gurken im Laden war schon für 30 Pfennig je Stück möglich.
So auch bei den Betreibern der Solarstromanlagen. Für die Stromeinspeisung wird ein deutlich höherer Preis vergütet, als für die Entnahme aus dem Netz zu bezahlen ist!
Ist der Sozialismus doch die bessere Gesellschafts - und Wirtschaftsform?
Uwe Böttjer
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Garantie widerrufen
4.5.2010 von admin.
Heute am 4. Mai 2010 teilt unsere Berliner Regierung mit, dass das beliebte Förderprogramm für Solarheizungen, Pellet-Öfen und Wärmepumpen vorerst auf Eis gelegt wird. Bei näherem Hinsehen handelt es sich um eine Kürzung der geplanten Finanzierungsbeiträge um 19,5 Millionen € auf jetzt 448,5 Millionen €. Davon sind 115 Millionen € vorerst gesperrt. Der “grüne” CDU-Umweltminister ist verärgert, der Bundesverband Erneuerbarer Energien warnt, die Chefin der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft klagt…das übliche Lobbyisten-Spektakel also mit den in solchen Fällen bekannten starken Überzeichnungen.
Grund ist, wie kann es anders sein, die desolate Haushaltslage.
Manch ein Investor wird noch erkennen müssen, dass Entscheidungen der Politik und Subventionszusagen nicht immer Verlässlichkeit garantieren. Besonders in Zeiten wie diesen, wo wir mit allen aus der Historie bekannten und im kollektiven Gedächtnis gespeicherten wirtschafts- und finanzpolitischen Katastrophen rechnen können. Die heute kritisierte Entscheidung ist gesamt gesehen nicht so bedeutend, sollte aber für die jetzt tätigen Planer ein letztes Warnsignal sein, keine weiteren auf öffentliche Subventionen basierende Finanzierungsmodelle auf den Weg zu bringen.
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